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Stargast: Clara Nielsen

Clara Nielsen ist seit 2007 in der Poetry Slam Szene aktiv und tritt bei Lesungen im gesamten deutschsprachigen Raum auf. 2011 war sie Mitglied der Slamnationalmannschaft im Rahmen der Frauenfußballweltmeisterschaft des DFB. Sie wurde vom Goetheinstitut nach Rom und Lissabon eingeladen und trat beim ZDFkultur-Slam an. Zudem stand sie u.a. mit den Bamberger Symphonikern, der Big Band Convention Ostbayern und dem Uni Jazz Orchester Regensburg auf der Bühne. 2012 erschien ihr Buch „Windschattengewächs“ im Periplaneta Verlag Berlin. 2014 wurde ihr Text „Zeitlupe“ im Jugendroman „Herzslam“ von Jaromir Konecny im Ravensburger Verlag veröffentlicht.

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Bisher angemeldet:

  • Sven Ludewig
  • Franz Zehnbier
  • Stefan KK Flieger
  • Rouven Hülkenberg
  • Credo
  • Julie
  • Moritz Konrad
  • Eberhard Kleinschmidt
  • ronja

Worum geht's?

Mehr als 10 Jahre lang gab es an jedem 2. Donnerstag im Monat den "Proppers Poetry Slam Meisters" im Lagerhaus. Erfinder, Moderator, Motor und Gesicht dieses ersten Bremer Poetry Slams war Meister Propper alias Günther Kahrs. Seit August 2009 ist Günther nicht mehr am Leben. Aus Anlaß des letzten Proppers Poetry Slam Meisters im September 2009 entstanden die folgenden Texte.

Sven Kamin schrieb und las vor:

Ein Flipchart, ein Mikrofon und einen Meister - mehr brauchte es nicht. Mehr brauchte es nicht für Proppers Poetry Slam Meisters im Lagerhaus. Vielleicht noch ein Publikum, das über Jahre hinweg immer wieder auch bereit war, den Außenseitern, den Underdogs, den Angeeckten ein Ohr zu leihen und eine Chance zu geben. Und natürlich all die Slammer, Rapper, Punker, Sänger, Geschichtenerzähler, Hinterhof- und Kneipenpropheten, die sich seit 1997 jeden zweiten Donnerstag im Monat ihre Texte unter die Arme klemmten, um den Menschen von sich zu erzählen. Angefangen Anfang der 1990er Jahre in einem kleinen Keller in der Weberstrasse hatte Günther Kahrs, alias Meister Propper, mit seinem Slam, der damit einer der ältesten in Deutschland sein dürfte, nicht weniger geschaffen als ein offenes Mikrofon. Ein offenes Mikrofon, durch das sich die Stimmen der Stadt Gehör verschaffen konnten. Ein offenes Mikrofon, vor dem spätere Großmeister wie Bas Böttcher ihre ersten Schritte auf der Bühne unternehmen konnten. Ein offenes Mikrofon. Ein Treibhaus für Texte und Talente. Und ein Meister, der die Fäden in der Hand hielt, Großmäuler in die Schranken wies, Anfängern Zauberkräfte schenkte und mit den Regeln der Show herumjonglierte, dass es eine Art hatte, und die Slampolizei ratlos den Kopf schüttelte. War das noch Slam? Und wie das Slam war! Lodernde Wortschlachten, oft bis weit nach Mitternacht. Songwriter die sich im Finale die Zähne am Punkpoeten ausbissen. Vernichtende Niederlagen und große Siege. In einem hat die Slampolizei im Nachhinein wohl Recht behalten: Proppers Poetry Slam Meisters war kein normaler Slam. Zum Glück.

Günther ist seit dem 15. August 2009 nicht mehr am Leben. Seine Art, den Slam zu meistern, hat er mitgenommen. Aber seine Idee lebt weiter.

Text von Wolfgang Gerhardy (Kulturzentrum Lagerhaus):

Meister Propper war Günther Kahrs. Günther Kahrs ist am 15. August gestorben. Viele kannten ihn als herausragende Persönlichkeit des Viertels unter seinem Pseudonym Meister Propper. Er war der Initiator der Slam Poetry Szene Bremens, erst in seinem Kellerclub in der Weberstraße, später fast 12 Jahre lang im Kulturzentrum Lagerhaus. Viele haben ihn in den Anfangstagen belächelt oder sich geärgert, aber Meister Propper ist unbeirrt seinen Weg gegangen, und mittlerweile gibt es sogar eine Dozentin an der Uni Bremen, die mit Poetry Slam promoviert hat.

Sein Weg war immer sehr unkonventionell (wir erinnern uns an die selbstgebastelten Plakate an unmöglichsten Stellen). Er war streitbar, besonders gegenüber Behörden und Politikern aber bei allen Kontroversen zeichnete ihn eine positive und lebensbejahende Einstellung aus, die er besonders den jungen BesucherInnen seiner monatlichen Slam Poetry Show vermittelte. Meister Propper animierte die Nachwuchs-Slammer, eigene Texte zu schreiben und zu veröffentlichen, anstatt nur zu konsumieren und Drogen zu nehmen, denn "Wer Ruhe will, soll Drogen nehmen", war einer seiner Lieblingssprüche. Wir vom Kulturzentrum Lagerhaus wollten jedenfalls noch lange keine Ruhe vor Meister Propper und Günther Kahrs haben.



Spielregeln

Anmeldung

Jeder Teilnehmer kann sich spontan anmelden am Abend der Show. Eine kurze Information beim Moderator reicht aus und der Teilnehmer erscheint auf der Startliste.

Es ist möglich, sich vor der Show online anzumelden auf www.slam-bremen.de. Nach Absenden der Anmeldung erhält der Teilnehmer eine Bestätigung der Anmeldedaten per Email mit einem Link. Nach Anklicken des Links erscheint der Teilnehmer auf der Startliste, die Email ist mitzubringen und berechtigt zu freiem Eintritt zur Show.

Um spontane Anmeldungen während der Show zu ermöglichen, wird die Starliste geschlossen, wenn sich mehr als 9 Teilnehmer online angemeldet haben, Weitere Anmeldungen werden dann auf einer Warteliste gesammelt. Sollte ein Starplatz frei werden, werden die Bewerber in der Reihenfolge der Warteliste benachrichtigt und auf die Startliste gesetzt.

Die Regeln

Der Slam hat Regeln.

Ein Moderator wacht über die Einhaltung der Regeln, kann diese aber, wenn es ihm geboten erscheint, im Sinne der Veranstaltung übergehen oder verändern.

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Anmeldung. Die angemeldeten Teilnehmer erscheinen auf der Startliste. Teilnehmer, die sich vor dem Tag der Show online anmelden, erhalten freien Eintritt gegen Vorlage eines Ausdruckes der Email über die Bestätigung der Anmeldedaten.

Zugelassen sind Beiträge, die live vorgetragen werden und etwas zu sagen haben. Die Teilnehmer dürfen nicht nur Texte vortragen, auch andere Darbietungen sind erlaubt. Kurz: Was immer live auf dieser Bühne vorgetragen werden kann, ist erlaubt. Selbstverständlich sind menschen-verachtende oder diskriminierende Beiträge absolut unerwünscht.

Der Wettbewerb wird eröffnet durch den Moderator mit Auslosung der Startplätze und durch Ernennen der Publikumsjury. Die Mitglieder der Jury urteilen neutral, sie sollten nicht Angehörige oder Unterstützer einzelner Teilnehmer sein.

Jeder Teilnehmer bekommt sieben Minuten Zeit. Ist der Vortrag bei Ablauf der Zeit noch nicht beendet, entscheiden der Moderator oder das Publikum darüber, ob der Teilnehmer weiter vortragen darf.

Eine Fünfköpfige Publikumsjury bewertet den Vortrag der Teilnehmer in der Hauptrunde mit Wertungspunkten von 1 bis 10, wobei 1 die schlechteste und 10 die beste Bewertung ist.

Jedes Jurymitglied vergibt zwei Noten: Die A-Note bewertet Inhalt und Idee, die B-Note die Performance. Aus sportlichen Gründen werden vor Ermittlung der Gesamtnote jeweils die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen, die Gesamtnote ist die Summe aus den verbleibende Wertungen der A-Noten und B-Noten. Der Teilnehmer mit der höchsten Gesamtnote ist der Tagessieger, es sei denn, der Moderator ruft ein Finale auf.

Sofern ein Finale aufgerufen wird, ziehen die drei Teilnehmer, die nach der Hauptrunde die meisten Punkte haben, ins Finale ein. Hier hat jeder Kandidat nur noch maximal 5 Minuten Zeit für einen Vortrag. Am Ende der Zeit entscheidet das Publikum durch Applaus-Lautstärke über den Tagessieger.

Die Teilnehmer, Wertungen und Startplätze sowie Fotos, Medien, etc. der Teilnehmer werden im Internet veröffentlicht.



Impressum

Kulturzentrum Lagerhaus Bremen e.V.
Schildstraße 12-19
28203 Bremen

Vereinsregisternummer:

VR 3771 HB
USt-IdNr: DE114439881

Vereinsvorstand:

Michael Filzen-Salinas
Kamil Görgün
Änne Klockgießer
Jürgen Müller
Angelika Zollmann

Gestaltung:

Jan Strauß, Jochen Luig

Programmierung:

Rainer Hauschild

Datenschutz

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